Athletik-Training in Warnemünde

Willi Cremers und ich, Fynn Uhlig, sind zur Vorbereitung unserer Saison im 29er zu meinem Opti-Trainer Harald Weichert nach Warnemünde gefahren - eigentlich gefahren worden, denn den Shuttle hat meine Mutter übernommen. Opti-Trainer klingt für eine 29er-Crew komisch, aber da er auch Laser und Europe trainiert, passte das ganz gut, um körperlich ein weinig gefordert zu werden. Und es sollte ja ein Athletik-Training werden und wir als Crew konnten schauen, wie der andere auf Dauer zu ertragen ist.

Am 02. Januar ging es los, mit viel Schnee auf der Autobahn und wenig Sicht - dafür aber fast ohne andere Verkehrsteilnehmer und in Rekordzeit (die Strecke bekommen wir Freitags auf dem Hin- und Sonntags beim Rückweg bei Regatten nie unter 6 Stunden hin).

In Warnemünde war doch noch mehr Winter zu spüren als hier. Noch 10 °C kälter und deutlich mehr Schnee. Eis war noch nicht auf der Warnow, aber Segeln stand eh nicht auf dem Programm. Dafür aber Laufen vor dem Frühstück, Essen , Schwimmen, Essen, Laufen Essen, Theorie, Schlafen…naja so ähnlich.

Aber anders als geplant war unser Trainer am Sonntagabend noch nicht da und entschuldigte sich bis zum nächsten Tag - er hatte einen Magen-Darm-Infekt und war bei sich zu Hause noch etwas "gebunden", was es selber wohl am unangenehmsten fand.

Der Aufwand am Montag war daher noch etwas überschaubar. Etwas Kraftraum und ein wenig Abstimmen über die Tagesabläufe und dann auch das ersehnte Ruderergometer, welches sich aber als ziemliche Höllenmaschine entpuppte, wenn es zu Trainingszwecken genutzt wurde - sah eigentlich immer ganz nett aus und ich war immer frustriert, wenn ich auf das meiner Mutter nicht gelassen wurde. Nun ja, ich bin geheilt. Das Ding ist furchtbar.

Der Dienstag war schon etwas heftiger. Durch den gefrorenen Boden und die sibirischen Temperaturen (verglichen mit dem Niederrhein ist man in Warnemünde deutlich näher an Sibirien und das merkt man!) verabredeten wir gleich noch am Vorabend, dass das Laufen vor dem Frühstück ausgesetzt wird. Nach dem Frühstück ging es dann Walken - nein, nicht mit Stöcken und eigentlich fühlte es sich auch mehr an wie Joggen, aber Harald meinte, dass wir die Strecke zum Vergleich ja mal joggen könnten - das klang nach noch mehr aufwand und mir reichte der Mix aus Intervalltraining, Walken - Luftholen und sich weiter Schleppen. Willi ist da um Welten weiter als ich. Das Schwimmen nach dem Mittag war anstrengend, aber das geht bei mir wenigstens gut.

In den folgenden Tagen litten wir nicht an Schlafstörungen - außer durch den morgentlichen Wecker. Am Freitag war das Training etwas verkürzt, denn wir mussten uns dann auf den Rückweg machen.

Eine Anleitung zum Trainieren haben wir in den 5 Tagen bekommen. Aber halt nur eine Anleitung. Machen werden wir das wohl noch selber müssen. Aber gut, muß wohl sein, denn das Wasser ruft. Und unser 29er braucht Segler :

Fynn Uhlig

   
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