Gewässeruntersuchung des Kaarster Sees
Am 27.03.07 war der Vorstand des KSC zur Vorstandssitzung des Anglervereins eingeladen, bei der die Ergebnisse der Wasseruntersuchung des Kaarster Sees präsentiert wurden. Barbara Rheinbold, Dirk Exner und ich sind der Einladung gefolgt.

Im Haus Broicherhof präsentierte der Rheinische Fischerverband von 1880 e.V. durch seinen Vorsitzenden Manfred Klein die vom Verein und dem Fischereiverband beauftragte Gewässeruntersuchung. Diese Untersuchung hat zwar einen klaren Bezug zur Fischerei. So beschäftigt sie sich intensiv mit Ertragsschätzungen und die mögliche Besetzung mit neuen Fischbeständen, aber auch mit dem Zustand des Gewässers.

Herr Kreymann als Leiter der Untersuchung referierte über die Untersuchung, die normalerweise 7 - 9000 Euro kostet. Durch ehrenamtliche Hilfe, auch von Mitgliedern des KSC, und Unterstützung durch den Fischereiverband konnten die Kosten auf ca. 3.500 Euro reduziert werden.

In der Zusammenfassung sieht es für den Kaarster See nicht gut aus. Der Alterungsprozess hat sich in den letzten Jahren beschleunigt. So altert das Gewässer pro Jahr um 2-3 Jahre. Gleichzeitig findet eine Algenvermehrung und damit verbunden ein Rückgang der Unterwasserpflanzen statt. Dadurch gehen für den Fischbestand wichtige Lebensräume verloren. Außerdem hat sich ein stabiles 2-Schichtensystem im Kaarster See gebildet. Zur Erklärung: Normalerweise wälzt sich das Wasser im Jahr einmal um, so dass Sauerstoff und Nährstoffe auch in den tieferen Schichten wieder vorkommen. Dies passiert beim Kaarster See nicht mehr.

Der sehr interessierte und auch auf der Vorstandssitzung ebenfalls anwesende Vorstand des Tauchvereins konnte dies bestätigen. Auch die Taucher haben Messungen vorgenommen und kamen zum gleichen Ergebnis wie der Vortragende Herr Kreymann.

Abschließend wurde natürlich viel über den zukünftigen Besatz und Ertrag des Sees geredet. Allerdings wies Herr Kreymann auch darauf hin, dass man in gemeinsamen Aktionen mit allen Nutzern des Sees durchaus etwas ändern könnte und so den Alterungsprozess verlangsamen könnte. Ganz aufhalten kann man diesen allerdings nicht.

Herr Kreymann stellte eine Möglichkeit vor, durch am Ufer verankerte, künstlich angelegte Inseln neue und wichtige Brutstätten für die im See bedrohten Fischarten zu schaffen. Allerdings ist dieses Vorhaben sicherlich nicht preiswert und würde die Wasserfläche des Sees verkleinern.

Für die Zukunft ist geplant, ein Treffen aller am See ansässigen Clubs zu organisieren und dort das weitere Vorgehen zu besprechen.



 
++ Inhalt ++

Vorwort

Was Wann Wo

Untersuchung Kaarster See

Valk-Jolle

Termine SVNRW

Ansegeln

Taufe "Siesta"

Glockenregatta

Mastbruch

Kanarentörn

VHS-Kurse

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