SKS Prüfungstörn April 2010
Klick mich
Donnerstag, 01.04.2010 Anreise Workum

Segeln im April, das ist doch wirklich sehr früh und eigentlich noch zu kalt, um eine angenehme Zeit zu verbringen… aber wir haben ja eine Mission: wir sind unterwegs, unseren SKS Praxisprüfungstörn zu absolvieren. Und da gibt es keine Ausrede… da müssen wir nun durch, wir haben es nicht anders gewollt. Die Vorhersagen sind auch nicht so berauschend: es soll kalt werden und auch "partly showers" geben. Kanal 23 der niederländischen Wettervorhersage gibt dann auch später nicht sonderlich Nettes für den kommenden ersten Tag von sich...

Klick mich

Wir, das sind Rosi und Karsten, kommen mit ein wenig Verspätung in Schiefbahn los… und stehen gleich auf der A52 im Feierabendverkehr. Danach läuft es aber gut und auf unserem Boot wartet schon Skipper Dirk. Sogleich beginnen wir routiniert mit dem Boarding unserer Vorräte für die nächsten Tage, so dass wir in Ruhe auf unsere beiden anderen Mitsegler Anke und Michael warten können. Bald schon sind sie eingetroffen. Nach dem Wegpacken der letzten Vorräte und Taschen können wir den gemütlichen Teil des Abends starten. Und wir haben auch gleich etwas zu feiern: Michael wird am nächsten Tag älter... und das feiern wir gleich mit Sekt und selbstgebackenem Kuchen bis in die frühen Morgenstunden, bis uns die Schlafsäcke persönlich einladen...

Freitag, 02.04.2010 Workum - Medemblik - 30 sm und das alles "am Wind"

Für den Morgen gibt die Wettervorhersage 5-6 Windstärken her, und zwar aus südlicher Richtung. Für den ersten Tag ein guter Wind zum Wachwerden. Das Ijsselmeer zeigt sich nicht von seiner angenehmsten Seite. Der Kurs wird mit Medemblik vorgegeben. Und wie das Leben so spielt, können wir den Kurs nicht direkt anlegen, sondern müssen ein paarmal Kreuzen. Der Wind legt tatsächlich im Laufe des Tages auf bis zu 6 Windstärken zu und wir fahren mit kleinen Segeln gegen den Wind und erleben auch die ersten Ausfälle - keine Namen... ;- ) des Törns. Zwei Mitsegler lassen sich das Frühstück noch einmal durch den Kopf gehen und sehen anschließend gar nicht mehr so gut aus.

Aber nach dem nachmittäglichen Anleger in Medemblik, einer warmen Dusche und einer kleinen warmen Mahlzeit geht die innerliche Sonne wieder auf und die Gesichter aller Ausfälle strahlen erneut. Auch das anschließende Auslaufen zu Mensch-über-Bord-Manövern lässt jegliche Unpässlichkeiten des Vormittages wieder vergessen. Alle sind gleich im Manöverfieber und wir Prüflinge absolvieren unsere ersten Schritte in Richtung Prüfung, die Erfolgserlebnisse bleiben nicht aus. So schmeckt uns nach dem erneuten Anleger in Medemblik auch das Anlegerbier und gleich sind alle in diverse Diskussionen vertieft.

Der Tag wird mit einem leckeren Chili CoCa abgeschlossen und nach einigen zusätzlichen "Anlegern" fallen alle müde in ihre Kojen. ;-)

Samstag, 03.04.2010 Medemblik - Texel - 31 sm, Schleusen und das erste Mal Waddenzee

Für das Auslaufen und unser heutiges Ziel muss das erste Mal gerechnet werden. Wir wollen nach Texel und das heißt: wir fahren in Tidengewässern. Hier müssen wir mit Strom rechnen. Und um unser Ziel optimal zu erreichen, müssen wir uns vorher durch das Buch der Gezeiten arbeiten. Aber wir meistern diese Aufgabe - nach anfänglichen Irrungen - und finden eine gute Zeit für das Auslaufen und das Navigieren in der Waddenzee.

Klick mich

Vor der Schleuse bzw. Ansteuerung von "den Oever" üben wir noch einige Mann-über-Bord-Manöver unter Segel bei angehenden 5 Windstärken. Wir lernen schnell, mit unserer Lini One umzugehen, und jeder findet auch hier die beiden über Bord gegangenen, als Bojen getarnten Menschen in der "bewegten See" wieder.

Danach fahren wir durch die Schleuse und dürfen als einziges Boot hindurch. Bevorzugter Service der Holländer! - Dann geht es durch den Tonnenstrich hinaus auf die Nordsee, an einigen Flachs vorbei und Richtung Oudeschild Ansteuerung. Die letzten Meilen ziehen sich für uns sehr lange hin, da der Strom gegen uns ist. Das wussten wir, hatten es einkalkuliert und erleben jetzt unsere Planung.

So laufen wir am späten Nachmittag in den Hafen von Oudeschild ein und sind überrascht, dass unsere Mitsegler "Nilfried II" und "Jolantha" noch nicht da sind. Wir waren einfach schneller ;-)

Diese laufen dann aber auch innerhalb der nächsten Stunde ein und wir genießen den ausgedehnten Anleger, den wir mit allen zusammen zu uns nehmen dürfen. Eine klasse Gemeinschaft!

Nach unserem Abendessen "dürfen" wir aber auch gleich weiterarbeiten(…) und unser morgiges Ziel errechnen. Es soll Richtung Vlieland gehen und da gibt es zwei Wege: einen "außen rum" und einen durch die engen Fahrwasser. Wir rechnen hin und her und haben dann einen Vorschlag für unseren Skipper: Wir wollen morgen die engen Fahrwasser (die landschaftlich reizvollere Variante) nehmen, da dabei das Hochwasser mit uns sein soll und wir nicht zu früh aus unserer Koje raus müssen. ;-) Die Alternative wäre sehr frühes Aufstehen und außen um Texel und Vlieland ‚rum. - Zum Glück kommt die letzte Variante nicht an und wir dürfen gespannt sein, ob unsere Berechnungen stimmen, ansonsten laufen wir auf!

Sonntag 04.04.2010 Texel - Vlieland
Klick mich

Dank der richtigen Entscheidung laufen wir - wie geplant - gegen 11:00h aus dem Hafen aus und nehmen Kurs auf das Fahrwasser. Der Wind kommt schön aus achterlicher Richtung und schiebt uns gemütlich vorwärts, aber leider nicht ganz in der vorhergesagten Stärke, so dass wir weniger schnell vorwärts kommen. Aber auch das haben wir einkalkuliert und uns steht ein größeres Zeitfenster nach hinten zur Verfügung. Und da wir keinen allzu tief gehenden Kiel haben, sind wir froher Dinge, die Engstelle rechtzeitig zu passieren. - In unserem Kielwasser können wir auch "Nilfried II" auf Abstand halten und suchen am Horizont sehr lange nach "Jolantha", bis wir sie gaaanz weit in der Ferne entdecken, beinahe eher vermuten… - Sind die nicht ein wenig spät dran?

Klick mich

Durch die Engstelle können wir dann auch noch hoch am Wind segeln, hangeln uns später auch noch segelnder weise an der Gasförderplattform vorbei und laufen gegen den Strom in den neuen Hafen von Vlieland ein. Der Anleger fällt dann noch ein wenig kurios aus, da wir beim Einparken auf einmal völlig schräg in der Box stehen. Und wie wir kurz darauf feststellen, ist es bei genau dieser Box, die eigentlich für 13m Schiffe bezeichnet ist, ein wenig knapp mit dem Tiefgang. Wir loten so um die 1,30 Meter… und können so unsere Mitsegler, die nach uns einlaufen, vor unserer Doppelbox und der benachbarten Box warnen.

Nach unserem Abendessen sind wir wiederum angehalten, für den morgigen Tag zu rechnen. Ziel soll es sein, durch die Schleuse Kornwerdersand wieder in das Ijsselmeer zurück zu segeln. - Auch hier gibt es wiederum zwei Wege. Eine Autobahn und eine schmale Landstraße. - Wir schlagen auch diesmal den landschaftlich reizvolleren Weg vor, sehen aber diesen mit gemischten Gefühlen, da die Windvorhersage dafür - sagen wir mal - suboptimal aussieht, so dass wir wohl leider dort nicht segeln können. Und motoren kommt aber doch auf einem Segelschiff nicht in Frage...

Montag, 05.04.2010 Vlieland - Harlingen - Makkum

Auch an diesem Morgen legen wir zu einer gemütlichen Zeit ab, dank des Hochwassers, das für diesen Tag wieder etwas später für uns aufsteht. Schon bald merken wir, dass uns der Wind, wie vorhergesagt, nicht durch die Landstraße segelnder weise fahren lassen würde und wir treffen die Entscheidung, mit allen anderen an diesem Ostermontag über die Autobahn Richtung Harlingen zu brausen. Es ist richtig viel los und die Plattbodenschiffe kommen bei bis zu 5 Windstärken auch schon ordentlich in Fahrt und sind uns nicht immer wohlgesonnen. Da wird einfach Handzeichen gegeben, dass sie unseren Kurs kreuzen wollen und legen alsbald dann auch Ruder, gegen jede Vorfahrtsregel. Hier zählt einfach das Recht des Stärkeren… so haben wir das nicht gelernt!

Klick mich

In Harlingen dann angekommen, wollen wir einen kurzen Hafenstopp einlegen, um uns mit Fisch zu versorgen, aber unser geplanter Stopp wird nur zu einer einfachen Hafenrundfahrt, mangels vernünftiger Parkplätze, degradiert. So drehen wir eine Runde und haken den Zwischenstopp ab und gehen wieder auf Kurs Schleuse Kornwerdersand. - Heute ist die Engstelle, die wir bei Hochwasser passieren müssen, zwischen Harlingen und Kornwerdersand. Hier ist es dann auch relativ voll, da viele Boote die Stelle innerhalb eines nicht so großen Zeitfensters passieren wollen. Wir motoren, haben aber zur Unterstützung unsere Rollfock ein wenig ‚rausgezogen. So treffen wir bald an der Schleuse, die noch nicht geöffnet hat, ein und wir bereiten einen Anleger vor. Währenddessen wird sie aber auf "in Vorbereitung" umgeschaltet und wir können uns gleich auf den Weg in die Schleuse machen.

Nach unserer Schleusung machen wir dann aber an den Dalben fest und essen eine Kleinigkeit, da der Wind zugelegt hat und wir auf die anderen warten wollen. Auch hören wir eine Sturmwarnung, die für den Bereich Texel ausgegeben wird, uns aber nicht mehr gefährlich werden kann! - Während unserer Pause kommt auf einmal ein kleines Schlauchboot des Zolls bei uns längsseits und die Beamten wollen unsere Ausweise sehen, fragen nach dem woher und wohin und ziehen kurze Zeit später wieder weiter, ohne dass einer von uns hinter Gitter muss... - Glück gehabt. ;-)

Als Ziel für diesen Tag wird dann nur noch Makkum vorgegeben, das wir dann auch recht bald erreichen und mit einigen Anlegern im Cockpit bei unseren Nachbarn begießen. Zum Abend gibt es leckere Schinkennudeln in einer leckeren Sahnesauce, die dann auch noch einmal schwimmen wollen. Danach fallen wir alle in unsere Kojen und können gut durchschlafen.

Dienstag, 06.04.2010 Makkum - Stavoren

Endlich keine Stromberechnungen mehr, aber dafür steht der Wind morgens auf gegenan und unser Skipper entscheidet, dass wir in Makkum ein wenig (Hafen-) Manöver üben sollten. Was wir dann auch ausgiebig machen: An- und Ablegen in Boxen mit Seitenwind, Wenden an engen Stellen, An- und Ablegen an der Seite auch mit kleiner Crew… wir alle müssen ran und sind anschließend alle froh, dass wir erstens eine Menge gelernt haben und zweitens dem Boot kein einziger Kratzer zugefügt wurde. Dank unserem Skipper für diese tolle Manövereinweisung! Ein guter Start in den Tag. - So gerüstet verlassen wir den Hafen von Makkum und machen uns auf den Weg Richtung Stavoren.

Wie schon vorher beobachtet, kommt der Wind aus südlicher Richtung, so dass wir den langen Weg mit Kreuzen Richtung Stavoren einschlagen müssen, aber wir sind ja ein Segelboot und der Wind bläst heute mit angenehmen 3 Windstärken. Was will man mehr. - So segeln wir gemütlich los und freuen uns auf den Segeltag und im Laufe der Zeit dreht der Wind sogar immer mehr Richtung Ost, so dass wir auch keine Wende mehr fahren müssen und wir von ganz alleine unseren Kurs Richtung Stavoren einschlagen. - Aber mit zunehmender Zeit wird der Wind immer schwächer und bevor er dann ganz einschläft probieren wir noch ein paar "Boje-über-Bord-Manöver" und Manöverkreise unter Segel. - Bald sind wir alle nicht mehr ganz so konzentriert bei der Sache, wir haben zu viele Varianten kennen gelernt!

Am Abend, trotz tollem Abendrot, ist dann zumindest bei einem Crewmitglied die Stimmung nicht mehr ganz so optimal und es fallen auch die Worte "ob ich die Prüfung überhaupt bestehen kann?". Also werden jede Menge aufbauende Worte an diesem Abend gefällt...

Mittwoch, 07.04.2010 Stavoren - Medemblik

Am nächsten Morgen erfahren wir dann auch etwas mehr über die Stimmung auf den anderen Booten und es macht sich langsam die nahende Prüfung bemerkbar. Auch hier gibt es durchaus Bemerkungen, ob man die Prüfung überhaupt angehen sollte. Kommt hier etwa Prüfungsangst auf? Nein, Bange machen gilt nicht und schließlich sind wir nicht die ersten, die einen solchen Törn mitmachen… langsam merkt man, dass wir alle dasselbe Ziel haben und das verbindet! So baut man sich gegenseitig auf und hilft dem anderen durch das Tief. - Wir erfahren auch, dass die Prüfung voraussichtlich auch schon morgen stattfinden wird, was uns nun die Aufgabe und auch das Ziel am Horizont erkennen lässt. - Gemischte Gefühle…

Auf jeden Fall machen wir uns bei lauen Winden auf den Weg nach Medemblik, nachdem wir im Hafen mit drei Schiffen noch einmal An- und Ablegen ausgiebig üben konnten. Hier kommen dann wieder Erfolgserlebnisse auf und wir können, da wir mit unseren drei Schiffen auf engstem Raum üben, sehen (und auch hören ;-) ), wie es auf den anderen Schiffen zugeht. Teilweise liegen die Nerven ganz schön blank, aber wir haben eine Harmonie an Bord, die uns in aller Ruhe die Manöver ausüben lässt… ;-)

Kurz bevor wir dann nach einer ruhigen Überfahrt Richtung Medemblik die Hafeneinfahrt passieren, üben wir noch einmal "Mann-über-Bord" unter Motor. Das Manöver gelingt jedem einigermaßen gut, nur manchmal hakt es immer noch mit der Kommandosprache(...) das muss bis morgen dann aber auch sitzen, sonst wird das nix!

Donnerstag, 08.04.2010 Medemblik - Prüfung - Hindeloopen

Wir wachen auf und schauen raus: es sieht ziemlich dunkel aus und der Wind hat uns auch wieder gefunden. - Ideale Prüfungsbedingungen! Wir erfahren nun die Details über den Ablauf des Tages: Vormittags "dürfen" wir noch üben und so gegen 13:00h sollen wir uns alle am Funkgerät bereithalten und dann zur Prüfung bereit stehen.

Nach unserem Ableger "schauen" wir also raus aus dem Hafen und erkunden unser Übungs- und Prüfungsterrain. Vor Medemblik ist heute Morgen eine Menge los. Nicht nur wir drei Prüfungsschiffe sind unterwegs, sondern auch noch eine Menge Jollen und Optis, die die idealen Bedingungen für ihre Belange nutzen. Auch von der Segelschule "Sailing Island" aus Mönchengladbach sind zwei Schiffe zu sehen. Auf einem dieser Schiffe lauert jetzt schon unser Prüfer, der uns dann heute Nachmittag ausquetschen wird…

Wir machen uns mit den Bedingungen vertraut und jeder fährt seine Manöver mehrfach, um die nötige Sicherheit zu bekommen. Im Eifer des Gefechtes versenken wir beim Wechsel des Steuermannes dann auch noch den recht schlecht befestigten Sitz… mh, Sch… und dann ist er auch noch so schnell unter Wasser verschwunden… Aber im Gegenzug fahren wir für eine verlorengegangen Mütze von Nilfried II ein schönes Rettungsmanöver, da lacht das Herz wieder! - Gegen Mittag aber kommt dann auch auf einmal die Sonne ‚raus und plötzlich haben wir strahlend blauen Himmel. - Ein Zeichen? - Wir glauben: JA!

So legen wir dann auf Anweisung in Medemblik an und der Prüfer Carsten nimmt das erste Mal Kontakt zu uns auf. - Zuerst wird er die Crew der "Jolantha" prüfen, währenddessen können die beiden anderen Schiffe sich einigen, wer danach ‚rausfährt… Wir ziehen das Los und wissen nun, dass wir in ca. einer Stunde dran sind… und können dem Ableger der Jolantha noch zusehen.

Um allen Diskussionen zu entgehen, die während einer solchen Wartezeit laufen, haben wir uns dann schnell in Richtung Medemblik verabschiedet, um vorsorglich noch einen "Medembliker" zu erstehen… es könnte ja sein, dass wir ihn brauchen...

Zurück im Hafen finden wir eine - Gott sei Dank - relaxte Atmosphäre bei Kaffee und Schokolade vor. Letzte Nervennahrung...

Dann sehen wir "Jolantha" in den Hafen ‚reinsegeln und wir wissen, jetzt geht es uns an den "Kragen". Sogleich kommt der Prüfer Carsten zu uns an Bord. Wir legen ab und hinterlassen gleich einen guten Eindruck und erhalten ein Lob für die gute Teamarbeit… die Woche scheint sich gelohnt zu haben, ein erster Lichtblick! Dieser wird wieder durch die netten "optionalen" Fragen getrübt: Gasanlage, Sicherheitseinrichtung und Lenzanlage… Irgendwie sitzen die Antworten nicht wirklich und leise Zweifel kommen dann doch auf... wird es klappen?

Dann aber fahren wir unsere Manöver unter Motor und anschließend unter Segel und wir erlangen unsere Sicherheit nun doch wieder. Wir müssen nicht ein Manöver wiederholen! Auch unser Mann auf dem Vorschiff - Michael - "angelt" jede der Bojen wieder an Deck. Ihm ist ebenfalls eine leichte Nervosität anzumerken, obwohl er seine praktische Prüfung schon seit letztem Jahr in der Tasche hat. Er möchte uns natürlich die Prüfung nicht durch Fehlgriffe seinerseits versauen...

Nach einigen Kursfahrten dürfen wir dann wieder Richtung Hafen steuern und wir erfahren, dass Carsten uns die Unterschrift gibt, wir aber natürlich noch viel üben sollen, bevor wir mit einer Crew auf Reise gehen… - Ja, wir haben es geschafft!

Und segeln nun auch in den Hafen, schauen in die fragenden Gesichter aller an Bord ihrer Schiffe stehenden Mitsegler… und wir können Entwarnung geben - hat alles geklappt!

Nun ist von Nervositität nichts mehr zu spüren und wir müssen erst einmal 'raus aus den verschwitzten Klamotten… Die Sonne hatte ordentlich zugelegt und die Prüfung hat ihr übriges dazu getan, so dass wir den Schweiß kaum bemerkt hatten… und zur Belohnung ging es dann zusammen mit der Crew der Jolantha zur Eisdiele und jeder bekam vom "Flottillenadmiral" Thomas ein großes Eis spendiert. Klasse!

Dann begann das Warten auf unsere Nielfried II. Hier schien der Prüfer sich Zeit zu lassen und sie kam und kam nicht wieder. Mittlerweile war bestimmt schon das Doppelte an Zeit vergangen, das wir vorher mit ihm verbracht hatten. Was war da los?

Dann kamen sie endlich und tatsächlich: einer hatte es leider nicht geschafft. Es ging wohl zu viel daneben… Schade!

Klick mich

Nun, da wir alle nun wieder zusammen waren, gingen nach den gegenseitigen Glückwünschen alle wieder an Bord ihrer Schiffe und wir nahmen Kurs Richtung Hindeloopen. - Die Fahrt wurde noch einmal zu einer kleinen Fun-Regatta, die wir mit tollen Aufnahmen begleiteten.

Nach dem obligatorischen Anlegerbier, gingen wir dann noch ins Städtchen, genehmigten uns eine grosse Pizza und besuchten anschließend noch die Kneipe nebenan. Schließlich ging es dann noch auf unser Schiff mit "alle Mann", denn es stand wieder ein Geburtstag um Mitternacht an. Silvia wurde befeiert und es wurde noch ein lange und anstrengende Nacht…; diese endete leider für einen Mitsegler im Wasser. Der Steg war auf einmal zu Ende… Zum Glück war beim Sturz nichts passiert und er stand einfach nur erschrocken und nass wieder auf dem Steg… Echt Glück gehabt! Das wäre ein schlechter Abschluss gewesen...

Freitag, 09.04.2010 Hindeloopen - Workum

Ausschlafen! Das war schön! Kein Stress mehr, aber dafür war die Segelwoche nun schon zu Ende. Schade! Und nach einer "ausgiebigen" Runde durch die Stadt fuhren wir unter Motor das kurze Stück um die Ecke in unseren Heimathafen Workum. Dort noch schnell getankt und das Schiff klar gemacht, die verbleibenden Vorräte aufgeteilt und natürlich die obligatorischen Fotos geschossen.

Klick mich

Und dann ging es auch schon bald an die Verabschiedung. - Ein wirklich schöner Törn geht zu Ende.

Vielen Dank an unseren Skipper Dirk und unser "Sahnetörtchen" Michael für das Fischen der Bojen!

...und natürlich vielen Dank an Thomas und Volker, die es noch möglich gemacht hatten, dass wir - Rosi und Karsten - überhaupt mitfahren konnten, denn als wir uns für den Ostertörn entschieden hatten, war nur noch 1 Platz frei!

Skipper: Dirk
Bojenfischer: Michael
Prüflinge: Anke, Rosi und Karsten

Bericht von .
 Klick mich
Update: