Eddy's Nikolausrede 2004
Klick mich
Grüß Gott, Ihr lieben Segelfreunde hier im schön geschmückten Haus,
bin gern heut zu Euch gekommen als Euer alter, relativ kleiner Nikolaus.
Seid alle gemeinsam herzlich willkommen, ob jung oder alt, ob groß oder klein,
es macht mir sehr viel Freude, mit Euch in festlicher Runde zusammen zu sein.

Seid jetzt einmal leise, hört gut zu, und stellt ein Eure Gespräche, die Privaten,
wenn ich lese aus dem goldenem Buch von mancherlei guten und bösen Taten.
Habe viel Schönes gesehen und nieder geschrieben im vergangenem Jahr,
nehm´ als Nikolaus gern meine Pflichten mit Freude auch dieses Mal wahr.

Doch zunächst, oh Schreck, was muss ich schon in den ersten Zeilen lesen,
war wohl doch bei Euch im Club nicht alles sauber und in Ordnung gewesen?
Bleibt ruhig sitzen, lehnt Euch zurück, und hört aufmerksam, was ich Euch sage,
geben doch die Zustände auf Eurem Clubgelände allzu oft Anlass zur Klage.

Gleich am Eingang, vor allem im Sommer, konnte man weithin es schon riechen,
stand der Müllcontainer randvoll, und herum lag der Abfall, in Hecken und Wiesen.
Ging man weiter ins Gelände und schaute einmal ins Regattahäuschen rein,
die Ordnung da drinnen, oh lieber Gott, die könnte oft viel, viel besser sein.

Hier und da im Gelände findet man immer wieder allerlei Unrat und Klamotten,
zerrissene Rettungswesten, alte Socken, ausgediente Segellatten und -schoten.
Aber auch im Bereich der Sitzgruppe am Steg wird es leider nicht viel besser,
neulich fand ich eine uralte Pizza, nebst Bierflasche und dazu auch den Becher.

Die besagte Sitzgruppe wurde im Frühjahr von Euch so wunderschön erneuert,
doch herumliegende Dosen und Zigarettenkippen wirken schon sehr bescheuert.
Nach Training oder Regatten werden oft Ausrüstung und Segel liegen gelassen,
dieser sorglose Umgang mit dem Clubeigentum, ist doch einfach nicht zu fassen.

Im Bootshaus ist meistens Chaos, geht's drunter und drüber wohin man schaut.
man findet dort wirklich alles, nur eben nicht das, was man gerade auch braucht.
Die Werkbank ist ein Alptraum, ist sie doch meist mit allerlei Dingen total zugestellt,
nein liebe Freunde, hier kann man nicht Arbeiten, das ist´s was mir so nicht gefällt.

Das Aushängeschild des Kaarster Segelclubs ist der kleine Bootsliegeplatz,
hier kannst du Deine Privatjolle parken, wenn du auch genug Moneten dafür hast.
Dort gibt es auch Boote, die wurden schon seit etlichen Jahren nicht richtig gepflegt,
ja, da ist doch einer, der hat seine "470er" schon ewig lange nicht mehr bewegt.

Im Frühjahr werden die Boote mit viel Liebe repariert, gereinigt und sauber poliert,
doch einige Wochen später sind die meisten Schiffe schon wieder total demoliert.
Hat man einen Schaden angerichtet, wird die Jolle in die nächste Ecke gestellt,
nach dem Motto, das geht mich nichts an, dafür ist doch der Takelmeister gewählt.

Normalerweise werden die VB-Clubjollen schön sauber an ihren Platz gebracht,
doch manche können und wollen es einfach nicht wissen wie dies wird gemacht,
Nach den Fun-Regatten wird das Boot einfach irgendwo quer in den Weg gestellt,
man denkt sich: "Was kümmert´s mich, ist doch egal, wenn ein anderer darüber fällt."

Was habt Ihr am Liederabend mit den Freunden vom Shantychor nur angestellt?
seit einfach still, hört zu oder bleibt zu Hause, wenn Euch der Gesang nicht gefällt.
Nicht nur dies, auch andere Missstände und Dinge sind hier im Club zu beklagen,
doch Schluss, jetzt möchte ich viel lieber etwas über die schöneren Dinge sagen.

Voll Bewunderung möchte ich Euch berichten, was Johannes Buitenhuis vollbracht,
mit Behinderten der Martinusschule hat er einen Zwei-Tages-Schnupperkurs gemacht.
Zusammen mit Klaus Perkhuhn wurden sie an die Kunst des Segelns rangeführt,
die überaus große Dankbarkeit und Freude hat die beiden dann doch sehr berührt.

Klick mich
Nun, nicht jeden kann ich, wie letztes Jahr, persönlich begrüßen und beschreiben,
Ihr seid zu viel geworden für mich alten Mann, Ihr dürft heute sogar sitzen bleiben.
An Stelle von Knecht Ruprecht hatte ich bisher die nette Bettina neben mir weilen,
sie wird mir gerne helfen, zum Schluss die Geschenke direkt am Tisch zu verteilen.

Wahrlich große Dinge warfen zu Beginn des Jahres ihre langen Schatten voraus,
Detlev und Peter fuhren nach Pula in Kroatien zur Bootsbesichtigung weit hinaus.
Eine außerordentliche Versammlung wurde einberufen, und sehr viele kamen dazu.
man beschloss zu kaufen eine Bavaria als Clubjacht und gab ihr den Namen "Filou".

In der Nähe von Ullis alter "Comeback" in Strijensas wurde sie dann stationiert,
und nicht nur von "Edelrentnern" wie Klaus Knittel und "Öl-Erwin", wo nötig, repariert.
Gleich im Mai war die Bootstaufe, reiste mit Autobus und reichlich Verpflegung an,
Helga Prenger übernahm zärtlich die Taufe, weil Sie es doch besonders gut kann.

Auch Bettina war gleich munter, taufte das Schiff von Karl Heinz auf "Number One",
und den Holländern wurde wieder mal deutlich, das man im KSC auch feiern kann.
Die "Filou" wurde nun ins Visier genommen, wollte jeder zur Probe fahren hinaus,
Rainer Pempelfort ging auch gleich ans Steuer, kennt sich auf der Bavaria gut aus.

Besagter Rainer, wollte für besonders kalte Wintertage, eine Heizung bauen ein,
er fuhr mit Detlef Hähnel im Herbst zur Blitzmontage schnell nach Strijnsas rein.
Doch Rainer ließ den Auspuff ins kalte Wasser fallen, wird halt alt der arme Wicht,
mangels Badehose hat Detlef das Ding mit nacktem Hintern wieder raus gefischt.

Im März stand eine Führung in Düsseldorf beim Mercedes-Werk für Transporter an,
unsere Rentner waren ganz erstaunt, wie auch heute noch gearbeitet werden kann.
Man besuchte auch die Sternwarte neben CentrO und Schifffahrtsmuseum im Revier,
traf sich dann am Abend noch im Clubhaus bei Häppchen und natürlich wieder Bier.

Wie Karneval und Fischessen wird auch die Mitgliederversammlung gern besucht,
neben Ehrungen und Wahlen, werden jetzt immer mehr Neuzugänge verbucht.
Beim See auspacken will jeder helfen, "Hallo Elmar, wie wird mein Arbeitspass voll?"
Zum Ansegeln kommt man sehr zahlreich und findet auch die Glockenregatta toll.

Der Jüngstenschein ist eine feste Größe, wird von Ulli Hartman perfekt gemacht,
Ulli Westermann hat durch die Segelausbildung neue Segelfreunde mitgebracht.
Zum Sommernachts-Grillabend kamen viele, auch Commodore Hans und Eva Kind,
man musste sich beeilen, da um den kleinen Grill die Plätze schnell vergeben sind.

Admiral Peter Donnison hatte alle geladen in Holland zum Frühjahrs-Flottillentörn,
die Beteiligung war riesig, wollte Erfahrung sammeln, lernen und auch segeln gern.
Groß war die Stimmung, auch auf Karl Heinz Uthkes kleinem Schiff "Number One",
er setzte abends eine riesige Bacardi-Flagge und stimmte coole Südsee Lieder an.

Voll bepackt fuhr man nach Roermond mit Rainer Bernerts´ LKW "Diakonomobil",
Jungfuchs Johannes hatte organisiert mit vielen Helfern für 16 Kinder ein "Kidi-Sail".
10 Optis segelten um die Wette, grillte und feierte am Lagerfeuer bis in die Nacht,
Albert und Mirko haben mit Uwes Conger auch noch eine Stadtrundfahrt gemacht.

Im holländischen Grouw fand auch diesmal ein lustiges Familien-Jollensegeln statt,
auch ohne Pempelforts war's Wetter gut, wir konnten segeln und es gab Wind satt.
Rainer Bernert hat mit Gotteshilfe, glücklich die richtigen Leute ins Boot geschickt,
Uwe und Eddy sind abends dank Schlafmittel - Bacardi-Cola - endlich eingenickt.

Das Mitwochs VB-Fun-Segeln wird immer beliebter, ist spannend für groß und klein,
doch der Jahressieger, lieber Helmut, konnte nur der Einmannsegler Alewijnse sein.
Bist bei Wind und Wetter immer mit gesegelt, kamst oft rein wie'n nasser Frosch,
versuchs´ doch mal mit Cat-Segeln, wird allerdings schwer, neben Mirko Brosch.

Etwas Neues gab´s auch diesmal, ja, ein Absegeln für Dickschiffe, Ende Oktober,
in Strijensas gab´s kaum Wind, dafür abends bei der Bordfête, no "Game Over".
Jedes Lüftchen wurde genutzt, wertvolle Preise trieben unsere besten Segler an,
unsere "Filou" wurde bei Nacht festlich beleuchtet und man feierte "Klabautermann".

Das Oma-Opa-Segeln, liebe Freunde, bringt am Jahresende immer sehr viel Spass,
selbst unser alter Holländer-Fred ist diesmal gekentert und wurde so richtig nass.
Mirko, der Jungdachs, hatte auch diesmal sein´ Opti als erster sicher ins Ziel gebracht,
Ja, Elmar, wenn Du nicht abnimmst, wirst Du immer als letzter mit Kaffee bedacht.

Die Segelzeit war nun vorüber, bei Siegerehrungen gab's wie immer Preise satt,
der KSC hatte sehr viel zu bieten, selbst schuld, wer hier nicht teil genommen hat.
Vor dem 1A-Martinsessen, hat man noch das Gelände und die Boote eingepackt,
damit war das Jahr zu Ende, ich glaube es hat Euch allen viel Spass gemacht.

Habt Dank für die große Aufmerksamkeit, nun wird's Zeit, ich muss jetzt schließen,
denn ich hab's mir schon fast gedacht, Ihr wollt jetzt sicher das Essen genießen.
Aber halt, vorher, liebe Freunde, möchte ich noch gern die Geschenke verteilen,
doch seid gewiss, im nächsten Jahr werde ich ganz sicher wieder bei Euch weilen.

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