Kanarentörn 2007
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03. - 17. März und 17. - 31. März 2007

Vorbereitung
Ein Jahr vor dem Törn
Im März 2006 beginnen Ulli Westermann und Ulli Paul mit der Vorbereitung eines Segeltörns um die Kanarischen Inseln. Sie entsprechen damit dem allgemeinen "Wunsch nach einem neuen Revier, das seglerisch anspruchsvoll und außerhalb der gewohnten Reisezeit zu bereisen ist... "(eMail Ulli an Segelfreunde vom 4. März 2006). Wegen des großen Interesses werden zwei Gruppen gebildet, die jeweils in einer Flottille mit 4 Yachten und einer Crewstärke zu 5 bis 7 Personen segeln. Zum Jahreswechsel macht Ulli Paul eine Erkundungsreise nach Teneriffa und bereitet vor Ort alles bestens vor. Ich (Bernadette) segle auf dem ersten Törn vom 3. bis 17., die zweite Gruppe ist vom 17. bis zum 31 März unterwegs. Da die Törns für beide Gruppen gleich geplant sind, gestalten sich die Abläufe ähnlich - natürlich in Abhängigkeit von aktuellem Wind und Wetter. Selbstredend hat jede Crew ihre eigenen, Erlebnisse, hier nun ist mein Abenteuer:

Samstag, 3. März - Anreisetag
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Das Abenteuer beginnt
Wir landen pünktlich um 16:03 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Teneriffa Süd. Ortszeit, das heißt, die Uhren um eine Stunde zurückstellen auf WEZ, die der UTC entspricht. Das Wetter ist nahezu wolkenlos bei 24°C und frischem Wind. Transfer zur Marina Radazul und Übernahme der Yachten problemlos. Unsere AREHUCAS ist nach dem kanarischen Rum benannt und auch die Namen der anderen drei Yachten klingen alkoholisch: Sie heißen SABOR, PIÑA COLADA und PAMPERO. Großeinkauf im Supermarkt. Nachts erleben wir eine totale Mondfinsternis.

Sonntag, 4. März - Fahrtag 1
Hallo Atlantik
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Erstes Aufwachen an Bord. Der Vormittag vergeht mit Sicherheitseinweisungen und dem Boots-Check. Kleinere Defekte werden von einem Techniker des Vercharterers Alboran repariert. Mittags heißt es endlich: "Leinen los!" und das Abenteuer Atlantik beginnt. Wir machen einen kleinen Schlag Richtung Gran Canaria zum Kennen lernen des Schiffes und sind abends wieder in Radazul. Das Wetter ist herrlich, zuerst haben wir leichtem Wind, der aufbrist bis 7, in Böen 8 Bft. Bernd, unser Hochseeangler, macht schon am ersten Törntag einen Fang. Es ist ein Tangtampen, aber niemand will abends ein Süppchen daraus kochen. Am Ende des ersten Törntages stellen wir fest: Unsere Crew ist von Anfang an eine verschworene Gemeinschaft, unser Skipper schwer in Ordnung und das Segeln auf dem Atlantik einfach großartig.

Montag, 5. März - Fahrtag 2
Blauwassersegeln von Teneriffa nach Gran Canaria
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Heute "wird's ernst", wir lassen das feste Land endlich hinter uns (genauer gesagt, die Insel) und vertrauen uns den Gewalten des Ozeans an! Bei wolkenlosem Himmel und großartiger Sicht segeln wir von Radazul auf Teneriffa los, um abends Puerto de Mogán auf Gran Canaria zu erreichen. Auf der ganzen Strecke sind beide Inseln gut sichtbar und je weiter wir uns von Teneriffa entfernen, umso großartiger sehen wir den Teide über der Insel aus einer umgebenden Dunstschicht aufragen. Dieser Berg vulkanischen Ursprungs gehört mit seinen 3718 Metern zu den höchsten Erhebungen "Europas". Gegen Mittag bekommen wir Besuch. Eine Delphinschule kreuzt unseren Kurs und umspielt eine Zeit lang unser Schiff. Es ist ein herrlicher Segeltag und wir fahren einen einzigen langen Schlag auf einem Bug (StbB) bei frischer Brise bis starkem Wind. Auf einen Düseneffekt in der Nähe der Inseln warten wir heute vergeblich.

Dienstag, 6. März - Fahrtag 3
Insel-Erkundungstag auf Gran Canaria
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Dank der guten Organisation und Vorbereitung von Ulli Paul haben wir heute PKW zur Verfügung, so dass alle Mannschaften nach ihrem Gusto Inselrundfahrten machen können. Unsere siebenköpfige Crew fährt mit zwei Autos über Mogán ins zentrale Gebirge, über die Pässe von Cruz de San Antonio und San Mattheo nach Teror, der früheren Hauptstadt von Gran Canaria. Von dort aus über die östliche Autobahn nach Maspalomas. Hier wandern wir über Dünen von echtem Sahara-Wüstensand zum Strand. Zurück zur Marina. Unsere AREHUCAS ist ein Bakterien-Schlachtschiff. Unser Skipper Dirk hat kaum Stimme, Margret schlägt sich mit einer verschleppten Grippe herum und ich verteile mit meinem Schnupfen die "Bazilli" auf dem ganzen Schiff. Heute erwischt es unseren Crewman Gerd. Doch das belebende Atlantikklima und die gute und anregende Stimmung bei uns an Bord sorgen dafür, dass alle Erkältungen bald verschwinden.

Mittwoch, 7. März - Fahrtag 4
Schwerwettersegeln von Gran Canaria nach Teneriffa
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Wir segeln von Mogán auf Gran Canaria nach San Miguel auf Teneriffa. Anfangs haben wir nur leichte Brise, wir brauchen Motorunterstützung, um die Inselabdeckung verlassen zu können. Um 10:30 Uhr werden wir vom Düseneffekt vor Gran Canaria geradezu überrumpelt. Und das, obwohl wir alle Ullis Ermahnungen ständig im Ohr haben: "Immer gut Ausguck halten, die Düse ist am Wellenbild gut erkennbar und die Grenze läuft fast wie ein Strich durch das Wasser. In der Düse kann die vorherrschende Windstärke um gute 2 Bft ansteigen. Achtet darauf, rechtzeitig ein Reff einzubinden!" Wir übersegeln die Grenze, ohne sie rechtzeitig zu erkennen, unser Bootshaken geht über Bord und wir reffen bei Windstärke 7-8, während die Böen weit über 40 Knoten erreichen. Auch außerhalb der Düse lässt der Wind nicht nach, in der Spitze erreicht er 47 kn (ca. 90 kmh) und wir sammeln Schwerwetter-Segelerfahrung. Zweimal schlägt uns die überkommende See bis ins Cockpit. Auch im Hafen von San Miguel liegen wir nicht ruhig, es herrscht starker Schwell und selbst ohne Tuch haben wir deutliche Krängung.

Donnerstag, 8. März - Fahrtag 5
Insel-Erkundungstag auf Teneriffa
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Heute bekommen wir wieder PKW für unsere Landausflüge. Die Route unserer Crew führt in den Nationalpark Teide. Die geplante Gipfelfahrt mit Gondel wird nach kurzer Beratung wegen unangemessenen Preises und der langen Wartezeiten abgesetzt. Weiterfahrt über El Portillo, durch das Wein- anbaugebiet Valle de la Orotavia in Richtung Puerto de la Cruz. Kurz vor Erreichen dieser Küstenstadt biegen wir an der Nordküste nach Westen ab in Richtung Los Gigantes. In dem kleinen Bergort namens Los Realejos erleben wir eine abenteuerliche Ortsdurchfahrt mit Steigung und Gefälle wie auf einer Achterbahn. Bei Masca im Westen der Insel verlieren wir die Hauptstraße und fahren auf einer kleinen Nebenstrecke durch die wildromantische Bergwelt von Los Gigantes. Zurück in der Marina müssen wir unser Boot bei weiter zunehmendem Wind mit zusätzlichen Fendern gegen den Steg absichern. Es ist heiß, abends bis zu 26°C und wir sitzen nach dem Abendessen oben an Deck. Die Boote am Steg krängen jetzt mit 15°.

Freitag, 9. März - Fahrtag 6
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Sturmbedingtes Festliegen im Hafen San Miguel, Teneriffa
Unruhige Nacht bei steifem bis stürmischem Wind und Sturmböen (Bft 9) sogar im Hafen. Die Skipperbesprechung am Morgen ergibt eine wetterbedingte Änderung unseres Törnplanes. Heute bleiben wir im Hafen liegen und hoffen, am nächsten Tag wieder segeln zu können. Wir laufen dann aber nicht wie geplant auf La Gomera den Hafen Valley Gran Rey an, sondern segeln direkt nach San Sebastian, um den verlorenen Tag wieder aufzuholen. Wir nutzen den zusätzlichen Landtag zum Relaxen, Baden, Dingi-Fahren, Schlafen, Genesen und viel, viel Klönsnack. Im Lauf des späteren Nachmittags beginnt der Wind nachzulassen und wir hoffen, morgen loszukommen.


Samstag, 10. März - Fahrtag 7
Segeln von Teneriffa nach La Gomera ohne Sicht
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Der heutige Wind lässt einen Segeltag durchaus zu, aber wir haben schlechte Sicht. Zuerst halten wir das Phänomen für Nebel, später aber erfahren wir, dass es die "Kalima" ist. Die Unsichtigkeit wird nicht von Feuchtigkeit, sondern von feinstem Wüstensand verursacht, der sich als gelbrötlicher Staub auf allen Oberflächen absetzt. Wir haben deshalb auf unserem Segelschlag von San Miguel auf Teneriffa nach San Sebastian de La Gomera keinerlei Landsicht, das Meer erscheint bleiern glänzend. Mehrmals werden wir von Delfinen besucht, einmal von einem kleineren Wal. Wir haben unterschiedliche Windsituationen von Flaute bis Bft 7. Heute entdecken wir Risse am Achterliek der Genua, und ziehen abends die neue auf, die wir im Vorrat haben.


Sonntag, 11. März - Fahrtag 8
Insel-Erkundungstag auf La Gomera mit Kalima
Diese Insel ist als "die Wanderinsel" bekannt, es gibt viele ausgezeichnete Wanderwege und auch wundervolle Aussichtspunkte. Wir sind heute wieder mit zwei PKW unterwegs und starten früh, weil wir die Autos schon gestern Abend übernehmen konnten. Auf kunstvoll angelegten Straßen erreichen wir den Nationalpark de Garajonay. Hier machen wir einen kleinen Fußmarsch durch den Urwald, der aus der Zeit des Tertiärs stammt. Die Äste sind mit Flechten behangen, wir lernen Erika-Bäume kennen und einmal glauben wir sogar, einen Kanarienvogel zu sehen. Die viel gepriesenen Aussichtspunkte sind heute wegen der Kalima für uns bedeutungslos, obwohl die Sicht in großer Höhe etwas besser wird. Abends klart es auf und wir hoffen für morgen auf einen schönen Segeltag.

Montag, 12. März - Fahrtag 9
Segeln von La Gomera nach La Palma ohne Kalima
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Der heutige Segelschlag von San Sebastian de La Gomera nach Santa Cruz de La Palma beträgt 60 sm, also der längste Tagesweg bisher. Deshalb unsere Aufbruchsequenz an diesem Morgen: 6-7-7. Wie geht das? 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr mit der Öffnungszeit des Bäckers Brot an Bord bringen und sofort ablegen. Wir bereiten also unser Frühstück in Fahrt. Kaum dass wir die ersten Brotschnitten belegen, geraten wir in die Düse und legen uns auf die Steuerbord-Backe. Sämtliche Frühstücksutensilien sammeln sich am tiefsten Punkt der Pantry... aber: "Wer refft, hat schon verloren!" Kurz nach dem Ende des Frühstücks geraten wir mit gleicher Plötzlichkeit in eine Flaute. Mittags geht es uns genauso, diesmal auf Backbord-Bug. Aufbrisender Wind. Thomas wärmt die Reste des Vortages auf bei 10 Grad Krängung (geht noch...), Bernadette kocht Kaffee bei plötzlichen 45 Grad (geht eigentlich nicht mehr...): Filteraufsatz mit Kaffee landet bei den Frühstücksresten in der Pantry, ein herab-sausendes Fleischmesser streift den Finger von Gerd. Im Hafen von Santa Cruz wird unsere Crew von lieben Freunden unseres Crewmitglieds Thomas begrüßt, die auf La Palma leben. Sie laden uns für morgen zum Essen ein.

Dienstag, 13. März - Fahrtag 10
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Insel-Erkundungstag auf La Palma mit Insider-Führung
Nach dem Frühstück übernehmen wir wieder PKW für die Inseltour. Zu uns an Bord kommt Hans-Jürgen, der auf La Palma lebende Freund von Thomas. Er fährt heute mit uns und zeigt uns die Insel. Er hat eine Erkältung, die aber im dem Augenblick verfliegt, da er wieder Schiffsplanken unter seinen Füßen spürt. Ist er doch sein ganzes Berufsleben lang, zuletzt als hochrangiger Marineoffizier, zur See gefahren und auch sonst durch und durch ein alter Seebär. Bei schönem Wetter starten wir und fahren zum Nationalpark de la Caldera de Taburiente. Wir sehen Schneefelder, bizarre Eiskristalle an den Büschen und weiße Wolken unter uns. Danach werden wir von den vorher so schönen weißen Wolken überrollt und es regnet für den Rest des Tages (einer von uns hat die Luken in der Kabine nicht geschlossen...). Kurzer Halt in St. Domingo, dem "Outback von La Palma". Wir sehen endlose Bananenplantagen, lernen Drachenbäume kennen und essen Feigenkaktusfrüchte. Abends genießen wir die großartige Gastfreundlichkeit von Hans-Jürgens Familie mit einem tollen Abendessen.


Mittwoch, 14. März - Fahrtag 11 / am Tag
Ein Tief über den Kanaren
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Tags vorher schon ist das Barometer von 1015 auf 1009 hPa gefallen, heute wechseln sich sonnige Abschnitte mit heftigen Schauern ab, der Wind nimmt zu. Für heute ist die große Nachtfahrt geplant, die uns von Santa Cruz de La Palma nach Santa Cruz de Tenerife bringen soll, aber das Wetter verschlechtert sich weiterhin und wir wissen nicht, ob wir die Überfahrt wagen können. Wir verbringen den Tag mit Wetterbeob-achtungen, Einholen von Wettervorhersagen aus den unterschiedlichsten Quellen, angefangen vom Hafenwetterbericht über mehrere Anbieter im Internet und Wetter-SMS bis hin zu den zuverlässigen Prognosen der Ortsansässigen, vor allem unseres Freundes Hans-Jürgen. Schauer und Gewitter, Starkwind oder Sturm - ob nur über dem Land oder auch über dem Meer... je mehr Vorhersagen wir abrufen, desto unsicherer werden wir. Die Skipper besprechen sich ein ums andere Mal, verschieben die Entscheidung, einer von uns entzündet sogar mit der Bitte um gute Überfahrt eine Kerze in der Kirche, wo auch Columbus seinerzeit schon gebetet hat. Um 17:00 Uhr fällt die Entscheidung: Wir wagen es! Leinen los um 19:00 Uhr, und zwar unsere ganze Flottille!

Mittwoch, 14. März - Fahrtag 11 / Nachtfahrt
Skipper, unser Hecklicht brennt nicht...
19:00 Uhr - die anderen drei Schiffe haben gerade abgelegt, wir wollen starten, doch unser Hecklicht brennt nicht. Crewman Paul steht auf dem Spiegel, will die Birne austauschen, da schwimmt sie plötzlich achtern im Hafenwasser: "Pütz her!" Jemand drückt Paul den Eimer in die eine und die Leine in die andere Hand. Paul wirft mit der Pütz nach der Lampe, da schwimmt beides im Hafenwasser - die Pütz war nicht angebändselt! Wir haben noch eine Pütz mit Leinenverbindung an Bord. Unser Skipper Dirk springt herbei - er zielt, er wirft - Hecklampe eingefangen. Hecklicht repariert - Pütz versenkt! Jetzt aber Leinen los! In der Abenddämmerung prasseln heftige Schauer auf uns nieder, gleich hinter der Mole packt uns die Düse. Es beginnt eine Nacht des Kampfes mit den Naturgewalten. Wetterleuchten, die Wellenhöhe nimmt zu. Unsere Crew ist in Wachen zu zweit eingeteilt, die sich alle drei Stunden abwechseln, die erste beginnt um 23:00 Uhr. Zu dieser Zeit haben wir Windstärke 8, Wellenhöhe 3-4 m, Schauern und in näherer Umgebung drei Gewitter.

Donnerstag, 15. März - Fahrtag 12 / eine Nacht, ein Tag und ein Abend
Auf hoher See
Die Hundewache beginnt. Bei der Wachübergabe um 01:00 Uhr ist es kaum noch möglich zu segeln. Die hohen Wellen bringen uns immer wieder aus dem Kurs, am Ende zeigt die Logge 0 kn an! Ein Gewitter auf Steuerbord kommt uns immer näher und die Böen scheinen aus allen Richtungen zu kommen. Um 02:00 Uhr wird der Skipper geweckt, der entscheidet: Motor anwerfen. Kaum einer, der auf Freiwache ist, kann schlafen. Bernd und Margret können ihre Kabine nicht benutzen, die nach Diesel stinkt, und liegen in der Pantry. Paul ruht mit dem Ohr neben der Maschine, Gerd in der Bugkabine springt wie ein Tennisball zwischen Koje und Kabinendecke hin und her und der Skipper steht den Wachhabenden bei. Gegen 04:00 Uhr lassen wir die Gewitter hinter uns, es klart auf und die Sterne glitzern, der Wind lässt nach, die Kreuzseen beruhigen sich und eine Sternschnuppe fährt quer über den ganzen Himmel. Wir fahren in den aufdämmernden Morgen hinein, fahren den ganzen Tag, fahren in die Abenddämmerung. Um 21:30 Uhr erreichen wir wohlbehalten den Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa, die anderen drei Schiffe sind auch gut angekommen. Selten hat ein Anleger besser geschmeckt!

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Freitag, 16. März - Fahrtag 13
Ausgelassenheit
Den Vormittag nutzen alle zur Besichtigung von Santa Cruz de Tenerife. Diese Inselhauptstadt bietet ein großstädtisches Flair und eignet sich gut zum Kauf der verschiedensten Reisesouvenirs. Am frühen Nachmittag werfen wir die Leinen los zu einem letzten kurzen, aber wundervollen Schlag von Santa Cruz zurück nach Radazul, wo wir gestartet sind. Herrliches Wetter, Sonnenschein und in der Düse noch einmal Windstärke 7. Bei unserer Ankunft werden wir vom Alboran-Mitarbeiter Fernando mit einer Flasche Champagner im Eiskübel empfangen. Als unsere gesamte Flottille heil und ohne Schäden in der Marina festgemacht hat und unsere Seesäcke gepackt sind, bricht mit großer Macht eine heitere Ausgelassenheit über uns herein. Wir lachen und trinken und erfreuen uns an den Erlebnissen dieses Törns, den Herausforderungen, die wir gut überstanden, und den Erfahrungen im schweren Wetter, die wir gesammelt haben.

Samstag, 17. März - Rückreisetag
Das Abenteuer klingt aus
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Beim Frühstück essen wir so viele Reste auf, wie wir schaffen. Alles, was noch nicht angebrochen ist, stellen wir für unsere Nachfolgecrew auf den Tisch in der Pantry. Um 09:15 Uhr müssen wir endlich unsere gute AREHUCAS verlassen und trinken auf dem Steg einen "Ableger". Bis zur Ankunft des Transfer-Busses um 14:00 Uhr stehen alle vier Crews beieinander und halten ausführliche Klönsnacks. Unterdessen wird der Himmel grau und es beginnt zu regnen. Im Flughafen von Teneriffa können wir die Ankunft der zweiten Gruppe des Kanarentörns miterleben und winken uns gegenseitig zu. Der Rückflug verläuft planmäßig und nachdem wir im Flughafen Düsseldorf unsere Seesäcke vom Band genommen haben, sagen wir uns herzlich "Auf Wiedersehen!". Unsere Wege trennen sich nun - bis zum Nachtreffen - und wir werden von unseren Familien in Empfang genommen. Und mancher von uns trinkt mitten in der Nacht mit den seinen noch einmal einen ganz genüsslichen Anleger!

Bernadette Jansing
Crewmitglied und Logbuchführer
auf der AREHUCAS unter Skipper Dirk Exner

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