05. - 12. Juni 2009
St.Malo, Jersey, Guernsey, Sark, Carteret, Iles Chausey, St.Malo
Yacht-Typ: Mayuko Ovni 435 DI
Ges.: 166,6 sm davon 91 sm unter Motor und 75,6 sm unter Segel
Crew: Ulli, Uwe, Volker B., Heinrich, Günter, Volker P. und Sven

Die Vorfreude ist die schönste Freude und am Freitag den 05.Juni 2009 ging es los. Um 6.00 h trafen wir uns vor dem Busunternehmen Herlitschka in Kaarst. Die Firma entstand im Jahre 1938, seit 1974 ist das Unternehmen in Kaarst ansässig.

15 Minuten später legten wir ab in Richtung St. Malo (Bretagne, Frankreich). Unser Anreiseweg führte uns über Aachen (Kulturstadt und mit dem Dom als Weltkulturerbe ), durch Belgien (Liège, Namur) immer an der Meuse (Maas Kanal) lang, nicht ganz so, wir blieben natürlich auf der Autobahn.

Dann durch die Normandie, eine historische Provinz im Norden Frankreichs, weiter über die Pont de Normandie, ein gewaltiges Bauwerk, die Brücke ist eine Schrägseilbrücke, die mit 856 m die größte Spannweite in Europa besitzt.
Eine besondere touristische Attraktion ist der sagenumwogene Mont-Saint-Michel, den wir 3 Stunden vor unserer Ankunft an Steuerbord gesehen haben.

Wir erreichten St. Malo nach 11 Stunden Fahrzeit. Der Busfahrer hat sich in St.Malo verfranzt und brauchte so eine zusätzliche Stunde, aber gegen 17.00 Uhr standen wir mit unserem Gepäck vor dem Bas Sablon und warteten auf die Freigabe um aufs Schiff zu gelangen.

Saint-Malo ist eine Stadt in der Bretagne , berühmt wegen ihres historischen Stadtkerns und ihrer Festungsanlagen ist sie einer der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs.

Um 18.30 Uhr ging die Crew an Bord und belegte die Kojen.
Ein 5 Liter Fass Pils wurde geöffnet und das obligatorische Anlegebier getrunken.
Volker B. bereitete das Abendessen vor, es gab um ca. 21.00 Uhr Indisches Gemüse mit weißem Fleisch ( lecker ), dank auch an Ursel.
Etwas später musste ein Mintu bzw. Linie Aquavit her, wegen der Magenschmerzen.

Samstag: von St.Malo nach St.Helier (Jersey)
Um 9.00 soll der Motor gestartet werden, Motor springt nicht an, Batterien sind leer, warum? Naviloc Servicemann kommt. Kommentar: war der Kühlschrank über Nacht an ???
Starterbatterie / Verbraucherbatterie ???
Die Batterien eine halbe Stunde mit dem 220 V Kabel aufgeladen. 9.35 h läuft der Motor wieder. Abgelegt 9.40 h, Richtung Jersey, NW 1-2 Bft, sonnig, ab 14.00 h 2 Std. gesegelt, in St. Helier um 18.10 h angelegt, leichter Regen, 38,9 sm zurückgelegt. 6 Stunden und 20 Minuten motort. Abendessen: Meeresfrüchte im Restaurant, 22.20 h wieder an Bord, mit Rot und Weißwein den Abend ausklingen lassen.
Jersey ist die größte und mit etwa 90.000 Einwohnern zugleich bevölkerungsreichste der Kanalinseln. Sie gilt als die sonnenreichste aller britischen Inseln und ist berühmt für ihre ausgedehnten Strände.

Sonntag: von Jersey nach Guernsey, ca. 30 sm, von St. Helier - St. Peter Port.
Abgelegt um 10.15 h, S-SW 4 später S-SW 5-6, heißer Ritt, alle waren ein wenig krank, wir haben auch gespuckt, außer Sven und Volker P., immer diese Jugend. Um 15.45 h im Vorhafen angelegt, im Päckchen, 18.30 h in den Hafen gefahren und festgemacht.
Und abends in den Pub, 3 Gänge Menü vertilgt für 12,50 Pfund pro Menü. Peter Donnison war am Nebentisch mit seiner Crew, es war ein schöner Abend.
Die Hafeneinfahrt: St. Peter Port

Montag: Hafentag in Guernsey
Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir eine Inselrundfahrt mit dem Bus, Route 4, zur Little Chapel unternommen, danach ging es per Pedes von 30 Minuten zur Haltestelle der Route 7 von Le Chene nach Les Landes. Jetzt haben wir uns die Schnürsenkel an unseren Schuhen festgebunden und den Klippenwanderweg, natürlich im Regen, bewältigt. Es ging rauf und runter, einige von uns sind ja nicht mehr die jüngsten Segler, geschweige Wanderer.
Kurz nach Mittag waren wir in einem Shop, dort gab es Perlen und andere Gifts. Fish and Chips haben wir auch in der angrenzenden Fischbude vertilgt. Vis-à-vis konnten wir das Schifffahrtsmuseum besuchen ( im Ford Grey ). Obwohl uns die Feuchtigkeit am Körper zu schaffen gemacht hat, waren wir frohen Mutes und setzten die Heimfahrt an, Haltestelle Town Terminus. Abends gab's Nudeln mit
Schweinefilets und ein köstlicher Salat — das Dressing war gut — Maître war wieder Volker B. und danach die üblichen Getränke.
 Ist das Ulli????
Dienstag: von Guernsey ü. Sark nach Carteret
Wetter: sonnig, W-NW 2- 4, um 8.00 h abgelegt, eine Dreiviertelstunde unter Motor gefahren, vor Sark in der Abdeckung gelegen, sehr schöne Bucht, an der Mooring festgemacht. Volker P., Volker B. und Sven erkundeten die Insel. Sark mit etwa 5 Km² Fläche die viertgrößte der Kanalinseln.

Um 14.00 h ging es weiter, der Wind wurde schwächer und die Sonne lugte nicht mehr auf uns herab.
Die Fahrt unter Motor setzten wir fort und erreichten die Einfahrt von Carteret 2 Std. vor Hochwasser. Den Hafen kann man nur zu bestimmten Zeiten ( die Hafeneinfahrt fällt trocken ) anlaufen.

Die Einfahrt bis zum Bassin war nicht ohne, der Rudergänger musste schon konzentriert steuern.
Um 19.30 h lagen wir am Steg fest, genossen das Anlegebier, besorgten uns Duschmarken und gingen anschließend ins Restaurant Le Cap.
Bestellung:
5 Menu du Terroir, 1 Saumon de la Rade de Cherbourg, 1 Magret de canard aux épices, 1 Dessert de Marché, 1 Chablis de Drouhin, 4 Bière Baron, 1 Bt Eau Minérale. Das Abendessen in Carteret war magnifique, das beste ( Preis-Leistung ) was wir bis dato genossen haben.
An Bord gab es noch einen Absacker und dann ab in die Koje.
Mittwoch: von Carteret nach Iles Chausey
Um 9.00 h Hafengebühr beim Capitaine de Port beglichen und fürs Abendessen eingekauft:
Reis, Fleisch und Gemüse. Abgelegt um 11.00 h. Wetter: Regen, stark bedeckt.

Die Einfahrt in die Iles Chausey über Petite Entree gefahren.
Um 19.00 h an der Mooring gelegen mit Doppelkette, war sehr unruhig, 5-6 Kn, Wind aus S-SE, sonnig. Den Abend gemütlich, natürlich, an Bord verbracht, gut gegessen, nach ein paar Bierchen in den verdienten Schlaf in unseren Kojen gefunden. 37,8 sm zurück gelegt, 3,5 std. motort.
Donnerstag: von Iles Chausey nach St.Malo
Nach unserem gemeinsamen Frühstück setzten Sven und Volker B. mit dem Schlauchboot über und erkundeten die Insel.
Gegen Mittag kamen sie wieder an Bord und berichteten uns über die floristischen Schönheiten der Insel. Kaum an Bord besuchte uns der französische Zoll und kontrollierte unsere Schiffspapiere, die Personalausweise und inspizierte unser Boot. Alkohol und Zigaretten an Bord ???, nein, natürlich nicht, alles Nichtraucher. Die Beamten waren sehr freundlich und Volker B. nutzte die Gelegenheit sich mit den Beamten einen freundlichen Small Talk zu halten. Um 13.45h legten wir ab, umrundeten nochmals die Iles Chausey und nahmen Kurs auf St.Malo.

Der Wind ist fast eingeschlafen, Motor an, Motor wieder aus, Segel setzen ?, nur das Groß ?, haben wir ein Spinacker an Bord ?, ja, hoch mit der Blase, ja schön aber der Wind ist zu schwach, Motor wieder an. Kurs St.Malo—Altstadthafen. Gegen 20.00 h haben wir die Schleuse passiert. Für den Schleusengang brauchte man sehr lange Leinen. Der Schleusenhub betrug ca. 9m. Kurz darauf lagen wir am Steg in der zweiten Reihe fest. Gegen 21.00 haben wir uns aufgemacht in Richtung Altstadt. Es war verabredet, ein gemeinsames Abendessen mit allen 38 Segler im Restaurant de la Porte St-Pierre einzunehmen. Es gab z.B. Langoustines grillées für 24 €, keiner ist satt geworden oder Plat de Fromage ( petit ) für 9 €.

Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir diskutierend zum Schiff zurück. Einige Absacker getrunken.
Freitag: St.Malo / Abreisetag nach Kaarst
11.45 h haben wir die Schleuse passiert und sind rüber zum Bas Sablon ( Tankstelle ) motort. Aber wir hatten nicht die richtige Kreditkarte ( Mastercard Gold ) und so fuhren wir letztlich ohne voll zu tanken an den uns zugewiesenen Steg zurück. Die Serviceteams von Naviloc tanken später und senden uns die Rechnung zu. Eine Abnahme erfolgte nicht.
Unser Reisebus stand schon am Steg E und so konnten wir unser Gepäck in den Bus einladen. Gegen 15.10 h startete der Bus nach Kaarst. Peter Donnison und seine neue Crew ( Überführungstörn nach Holland mit der Tijs ) standen winkend am Rand des Parkplatzes und verabschiedeten uns herzlich.

Redensarten und Verbales an Bord:
Nautischer Schlenker—> Fischerfähnchen umfahren
Kursänderung um 10 Grad—> keine genaue Angabe
Nein das ist doch die Sache mit dem Pastor—> falsches Thema
Zapf doch einmal und rede nicht soviel—> wenn man durstig ist
Komm wir lassen den Sven im Regen stehen—> es regnet
Aufblasweiche Weichteile—> Sitzkissen
Ich habe 100 Freundinnen und du bekommst nicht eine ab ( SMS Nachricht )
Der Wein ist sauer—> sauer nennt man trocken
11 Meter Tide—> das nennt man Fahrstuhlpaternoster
Ist denn heute keine Skipperbesprechung—> nein wir liegen doch an der Boje !
Wenn ihr noch mal den gleichen Törn fahrt —> hier die Toiletteneingangscode 2424#, 03615, 21297
Herzlichen Dank an Peter Donnison für seine Mühe, der Vorbereitung und der genauen Planung für unseren gemeinsamen Kanalinselntörn 2009
Bericht von
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