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Welches Ereignis lockt jedes Jahr Kinder, Jugendliche und andere Junggebliebene nach Friesland?
Richtig, es ist das Familiensegeln von Rainer Bernert, diesmal in Heeg. So setzten sich gegen Ende August wieder knapp 90 Teilnehmer Richtung Westen in Bewegung - meist mit dem Zeitplan "18:00 ankommen, 18:30 Frikandel Spezial". Da sich aber auch sehr viele andere die gleiche Route ausgesucht und ein Faible für Sonnenuntergänge über Autoschlangen hatten, gab es doch einige Verzögerungen. Bis zur Vorbesprechung um 20:30 waren dann aber doch fast alle da und es musste niemand hungrig ins Bett (oder an die Bar) gehen.
Der nächste Morgen bescherte uns dann Sonne und einen ziemlich moderaten Wind, der unsere 18-Schiffe-Flotte nur zögerlich in Richtung Oudega blies. Für viele war das ideal, ein ruhiger Einstieg in das Wochenende, so dass auch die weniger Erfahrenen das Boot stressfrei kennen lernen konnten. Nach einem weiteren Test der lokalen friesischen Küche bewegten wir uns dann zurück nach Heeg - und der Wind in die andere Richtung, zum Leidwesen der puristischen Segler, die wieder ihre Zeitplanung anpassen mussten. Obwohl der Tag - bedingt durch das gute Wetter - kaum haarsträubende Geschichten zu Stande brachte, wurde es abends an der Bar und deren Umgebung wieder später.
Am Sonntag wurden wir wieder von der Sonne geweckt und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es raus aufs Wasser, Richtung Sloten. Trotz höher gelegtem Schwierigkeitsgrad kamen auch dort alle an: Noch ist leider nicht vollständig geklärt warum einige durch die Stadt fahren konnten, während andere es auch nach mehreren Anläufen nicht schafften, über die Untiefe vor der Brücke zu kommen. Sloten ist ein sehr schönes Dorf (manche behaupten, es wäre das Schönste im friesischen Binnenland), Liebhaber malerischer Straßen kommen hier voll auf ihre Kosten.
Nach kurzer Zeit waren jedoch anstelle der Tische in Wassernähe auch die Plätze im Inneren der Kneipen und unter den Bäumen beliebt, das Wetter spielte uns einen Streich und sandte Regen. Nach einer halben Stunde war der Spuk jedoch vorbei, die Sonne zeigte sich zwischen kleinen weißen Wolken an einem herrlichen Holland- Hochsommerhimmel. Was der Wechsel auch mitgebracht hat, war Wind - viel Wind. Ohne Fock und mit einem 2. Reff im Groß kämpften sich einige zurück und das Kreuzen auf dem Kanal wurde immer spannender (sofern überhaupt versucht wurde zu kreuzen...).
Am Ziel kamen aber alle und das sogar pünktlich und ohne große Verluste an, trotzdem hätte man genug Erzählstoff für einen langen Abend bei Heineken und Genever gehabt. Ich hoffe, euch hat es insgesamt auch so gut gefallen wie mir, danke Rainer und Eva, und ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder nach Friesland geht.
Heiko Pempelfort
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