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Nach einem halbstündigen Einsegeln am 2. April in Kaarst fuhren wir (Dennis und ich mit unserer Logistikerin Melitta) am 8. zur ersten Auswärtsregatta 2006. Dennis und ich wollten am Baldeneysee Laser segeln. Da wir nur einen Laser besitzen, war ich sehr froh einen Clublaser des KSC nutzen zu können. Das Wetter war noch nicht auf segeln eingestellt. Das Thermometer stieg auf immer noch sehr frische 10° C, der Baldeneysee hatte eine gefühlte Temperatur von gerade aufgetaut, der sehr böige und schralende Wind kam aus Südwest in Stärke 4 und kam in den Böen an 7 Bft heran. Wir mussten zum Start achterlich den See
herauffahren. Dies ist mit dem Laser die größte Herausforderung, da er sich in Böen ruckzuck aufschaukelt, aus dem Ruder läuft und nach Luv kentert. Nach der 2. Kenterung war ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt bis zum Start kommen würde. Ich bin dann immer schön raumschots über den See gefahren, wurde in Böen sogar bis auf Halbwind hochgedrückt (das Ruder ist schon sehr klein und hilft bei Krängung überhaupt nicht gegen das Anluven). Unter Land habe ich dann immer brav eine Q-Wende gefahren und hab erneut versucht nach Lee zu kommen. Bis zum Startschiff bin ich auch nur noch einmal gekentert. Andere mussten dem Wind Tribut zollen, so dass nur noch 10 Radial (diese haben 5,7 m² Segelfläche, während der Standard 7,06 m² trägt) und 11 Standard den 1. Lauf begannen. Ich holte mir noch einige Tipps von den Spezialisten. Diese hörten sich ungefähr folgendermaßen an:
- Was mach ich, wenn der Laser nach der Wende nicht abfallen will? Hängen !!
- Was mach ich, wenn der Laser in einer Böe krängt und anluvt? Mehr Hängen !!
- Was mach ich, wenn mir Speed und Höhe fehlt? Noch mehr Hängen !!
Nachdem dies geklärt war und ich einen tollen Start hatte, stellte ich fest, dass der Ausreitgurt zu kurz eingestellt war. Damit konnte ich die Spezialisten nicht halten, jedoch in Schlagdistanz bleiben. Ich kam mit nur einer Kenterung davon und wurde damit 7. Dennis kam bei den Radial trotz drei Kenterungen auf einen tollen 3. Platz.
Nach dem Lauf habe ich erst einmal den Ausreitgurt länger gemacht. Im 2. Lauf gelang mir wieder ein toller Start. Diesmal waren auch Speed und Höhe absolut konkurrenzfähig. Leider nur für die halbe Startkreuz, da dann meine untrainierte Oberschenkel- und Rumpfmuskulatur mit erheblichen Ausfallerscheinungen einer rasanten Vorbewegung im Wege stand. So wurde ich dann mehr und mehr zum Passagier, den der Clublaser Richtung Ziel fuhr.
Nach einer angenehm langen Nacht, da keiner der Segler nach den Mühen des Tages lange an der Theke bleiben wollte, liefen wir ausgeruht bei angenehmen 2 Bft. zum 3 .Lauf aus. Leider hatte sich der Wind noch nicht vollständig ausgetobt. Bis der Start erfolgte, war es wieder sehr böeig, jedoch nur bis 5 Bft. So konnten wir weitere 2 Läufe segeln, die wiederum jede Menge Körner
aus dem Körper herausholten. Nach dem letzten Lauf konnte ich dann endlich die Schokoladenseite des Laser ausnutzen. Bei ordentlich Wind halbwind hin und hergleiten, dabei zippelnass werden und ein immer breiteres Grinsen bekommen.
Als Fazit bleibt ein schönes Wochenende mit mehr als 8 Stunden Laser segeln. Ich wurde 8. von 14 Laser Standard. Dennis konnte seine erste Laser Radial Regatta auf einem fantastischen 5. Platz bei ebenfalls 14 Teilnehmern beenden.
Mit Optimist-ischen Grüßen >> falsch falsch falsch <<
( ab sofort müsste es ja Laser-ische Grüße heißen, die ich jedoch nicht kenne)
Also bis demnächst auf und an unserem schönen Kaarster See
Thomas Leukel
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