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Liebe Freunde!
Nachdem wir uns eine Weile nicht gemeldet haben, wofür wir als Entschuldigung nur die grosse Hitze an der spanischen Festlandsküste anführen können, nun doch wieder mal ein Lagebericht.
Von Gibraltar aus haben wir grosse Schläge mit mehreren Nachtfahrten Richtung Norden unternommen. Oft wurden wir von lustigen Delphinen begleitet, die immer wieder vor dem Bug aus dem Wasser sprangen und sich teilweise auf dem Rücken wieder fallen liessen und Peter, der die Fock auswechselte, nassspritzten. Sogar während der Nachtwache hatten wir einmal Delphinbegleitung - da konnte wohl einer nicht schlafen und suchte Unterhaltung.
Eines morgens, so kurz nach Sonnenaufgang gerieten wir unter Segeln mitten in eine Gruppe Wale. Zwei 5-Meter Exemplare tauchten zum Greifen nahe neben dem Boot auf. Etwas weiter weg eine Mutter mit Kalb. Peter schaltete erst mal das Echolot an, damit die Wale uns orten konnten, die Familie tauchte dann auch ab, 2 sind uns noch ein Stück hinterhergeschwommen. Auf so nahen Kontakt hatten wir es eigentlich nicht abgesehen - das brauchen wir nicht wieder.
Die andalusische Küste hat uns besonders von der Kultur her gut gefallen. So haben wir z.B. die Alhambra von Granada mit dem Zug ab Almeria erreicht. Von den Bettenburgen entlang der Costa Blanca waren wir mehr erstaunt, als erfreut, allerdings haben wir uns mit dieser Gegend auch nicht eingehender beschäftigt. Bis Valencia ging's in grossen Zügen. Dort trafen wir Helga und Rainer Pempelfort vom Kaarster Segelclub mit Ihrem Schiff der TOPAS. Rainer liess es sich nicht nehmen, uns mit einem nagelneuen Stander des KSC zu versorgen. Unserer hing inzwischen in Fetzen - das geht ja nicht!
Es war sehr schön, mit den Pempelforts 2 Abende (Nächte) im Cockpit zu sitzen und Erfahrungen auszutauschen. -- Wir hoffen, Ihr seid inzwischen wieder gut zu Hause angekommen. In den nächsten Tagen werden wir neben Eurer Topas anlegen und die Fahrräder abholen.
Die letzten 2 Wochen waren "Urlaub im Urlaub". Zusammen mit Claudia & Norbert haben wir 2 wunderschöne Wochen auf den Balearen verlebt. Valencia - Gandia - Formentera - Ibizza - Tagomago - Cabrera (naturgeschützte Insel, für die man bei der Regierung eine spezielle Erlaubnis zum Ankern einholen musste.) - Menorca.
Menorca ist unsere Trauminsel geworden, obwohl wir hier nachts vor Anker den schlimmsten Orkan unserer Seglerlaufbahn erlebt haben. Bis zur Bordwand alles Gischt, Sicht maximal 10 m. Das Beiboot flog wie ein Drachen und hüpfte an Bord,worauf wir schnell die Luft rausliessen. Und das obwohl wir in der geschütztesten Bucht der Insel lagen (Addaya). Aber es ist nochmal gut gegangen und Peter schwört noch mehr als zuvor auf den neuen CQR-Anker und die 60 m Edelstahlkette (1.4541 zur Info für meine Kollegen bei Vallourec).
Nun sind wir wieder alleine und bereiten uns auf den Golf von Lion und die Kanäle zurück durch Frankreich vor. Das Wetter ist seit dem grossen Orkan auch nicht mehr so heiss - wir offen, dass es in Frankreich und Deutschland regnet und der Rheinpegel steigt, bis wir kommen!
Auf bald, es grüsst die Crew der Jonathan
Peter und Petra
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