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Liebe Freunde!
Leider hat unsere letzte Email von St. Jean de Losne nicht geklappt. Auf jeden Fall für diejenigen, die es nicht bekommen haben, hier unser Bericht vom 1. Oktober:
Wir sind wieder in Frankreich. Nachdem wir kurz vor der spanisch/französischen Grenze in Ampuria Brava / Port Llegat 6 Tage den Mistral abwarten mussten (der Golf von Lion, besonders das Cap Creuz und Béar haben es wirklich in sich) - konnten wir dann doch noch entsprechend unserer Planung Anfang/Mitte September nach Sète segeln und dort den Mast legen. Nun ist es vorbei mit dem Segeln - wir tuckern seither unter Motor über Flüsse und Kanäle.
Zwar haben wir aufgrund der Trockenheit ein ungutes Gefühl - wir können nicht sicher sein, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben und es bis nach Hause zu schaffen.
Bisher war es einfach und schön: die Camargue über den Canal de la Rhône à Sète (Flamingos, Wildpferde, Stiere ....), dann die Petite Rhône - eine Landschaft im Amazonas (aber ohne Krokodile), dann die Rhône mit den Städten Arles, Avignon bis Lyon, wo wir Kulturpausen einlegten.
Von Lyon führt die Saône uns weiter Richtung Norden, auch eine sehr ruhige, beschauliche Flußlandschaft, die uns besonders gut gefallen hat. Bis jetzt haben wir ca. 20 Schleusen hinter uns (unter anderem auch eine mit 22,5 m Hub).
Jetzt sind wir in Saint Jean de Losne und es wird ernst, denn wir müssen hier die Entscheidung fällen, welche Richtung wir einschlagen, da unsere ursprüngliche Route über den Canal de l'Est gesperrt ist und die Mosel sowieso keine Wasser hat. Zur Wahl stehen 2 Routen. Entweder über den Canal de la Marne à la Saône Richtung Nordwest über Belgien und Holland, oder über den Canal Rhein-Rhône nach Mülhausen und dann in den Rhein.
Die erste Möglichkeit ist der sichere Weg, aber viel länger mit doppelter Anzahl von Schleusen, der zweite Weg ist zur Zeit nur für 1,60 m Tiefgang zugelassen (wir haben 1,70) und der Rhein scheint auch nur ein Rinnsal zu sein. Wir werden Euch in unserem nächsten e-mail mitteilen, welchen Weg wir versuchen (wir wissen es wirklich noch nicht).
Viele Grüße von der Crew der Jonathan -
Auf bald - hoffentlich schaffen wir's !
Peter und Petra
Inzwischen sind wir in Maastricht gelandet und haben in den letzten 2 Wochen über 230 Schleusen
bewältigen müssen. Das heisst, wir haben uns für den längeren und sicheren Weg entschieden. Durch den längeren weg hatten wir aber wenig Zeit viel anzusehen und auch keine Internet Möglichkeit.
Wir planen jetzt weiter über die Maas nach Roermond zu fahren und wenn der Rheinpegel es zulässt auch dann weiter bis zum Rhein bei Nimwegen und dann hoch nach Düsseldorf. D.h. wir haben es rund Belgien, Frankreich, Spanien und Portugal in 4-5 Tagen geschafft!!
Bis bald ...
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