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Das diesjährige Absegeln fand statt von Donnerstag, 29.09., bis Montag, 03.10.2011.
Mit 7 Schiffen waren wir eine ganz ansehnliche Flottille:
"Triton" Bavaria 34 mit Skipper Thilo Funke und Crew
"Souvenance" Bavaria 32 mit Skipper Arndt Funke und Crew
"Bees" Bavaria 45 mit Skipper Markus Glasmacher und Crew
"Filou" Bavaria 35 mit Skipper Peter Heinrichs und Crew
"Diva" Bavaria 31 mit Skipper Peter Heckenbach und Crew
"Seewind" mit Skipper Bernd Daniel und Beate Lischewski
"Lady J" Compromis 777 mit Skipper Horst Thoma und Anke Rogers
Ich gehörte zur Besatzung der "Triton", und es sollte mein erster Törn auf einem Dickschiff werden. Dementsprechend neugierig und gespannt war ich denn auch. Treffpunkt waren die Liegeplätze des Vercharterers "Enjoy Sailing" im Hafen von Sint Annaland auf der Halbinsel Tholen an der Oosterschelde. Donnerstag Nachmittag fuhr ich in Willich los. In Kleinenbroich lud ich Doro nebst Gepäck und unserem Proviant ein und dann ging es weiter nach Holland. Nach kurzweiliger Fahrt und bei Bombenwetter trafen wir in Sint Annaland ein, und es gab ein freudiges Hallo mit den bereits anwesenden Mitseglern auf den anderen Schiffen. Wir luden Gepäck und Proviant aus und verstauten alles an Bord der "Triton". Thilo würde erst später am Abend kommen und Uschi sollte am nächsten Tag in Scharendijke zu uns stoßen. Daher gingen wir erst einmal los, um Sint Annaland zu erkunden und uns mit einer Portion Pommes Frites und einem Heinecken zu stärken. Zurück im Hafen beschlossen wir den Tag zusammen mit den anderen bei einem gemütlichen Beisammensein an Bord der "Bees", unserem größten Schiff.
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Am nächsten Morgen ging es dann bei herrlichem Sonnenschein und wenig Wind los. Da wir an diesem Tag nur zu dritt an Bord waren, fuhr Barbara von der "Bees" bei uns mit. Unser erstes Ziel war Scharendijke am Grevelingen Meer. Nachdem wir eine Weile unter Motor gefahren waren und die erste Schleuse passiert hatten, konnten wir bei achterlichem Wind Segel setzen, unterwegs setzten wir auch noch den Blister. Wir machten in Scharendijke fest und kauften noch schnell das Fleisch für das Abendessen ein; wenig später gab es Hähnchengeschnetzeltes in Sahnesauce mit Reis und Salat. Inzwischen war auch Uschi, zusammen mit Bernd und Beate an Bord der "Seewind", eingetroffen, somit war unsere Crew komplett und wir aßen zusammen zu Abend. Einmal mehr endete der Tag gemeinsam auf den Schiffen.
Am Samstagmorgen beschlossen wir, an diesem Tag die Mosselbanken im östlichen Grevelingen Meer anzulaufen, dort ein Feuer zu machen, zu Grillen und die Nacht dort zu verbringen. Schnell waren Arbeitsgruppen eingeteilt, die dann ausschwärmten um Feuerholz, Grillfleisch und was sonst noch von Nöten war, einzukaufen. Dann ging es los, zunächst steuerten wir den Archipel an, konnten dort aber wegen Überfüllung nirgends festmachen, daher fuhren wir direkt weiter zu den Mosselbanken. Nachdem endlich alle sicher vertäut festlagen, schafften wir Holz und Verpflegung auf die Insel und entzündeten das Feuer. Nach dem Essen saßen wir noch bis spät in die Nacht um das Feuer, spielten Gitarre, sangen, erzählten und tranken das ein oder andere Bier. Als das Feuer aus war, ging es auf den Booten in gemütlicher Runde weiter. Ein Nachbarschiff hat doch tatsächlich in der Nacht noch verholt......! Aber irgendwann waren dann doch alle in ihren Kojen und es war Ruhe.
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Sonntagmorgen hieß es Leinen los Richtung Willemstad. Wir fuhren durch das Volkerak und durchquerten mindestens drei Schleusen. Willemstad ist ein hübsches, kleines Städtchen am Hollands Diep. Auf dem Weg dorthin mussten wir erstmals auf die Berufsschifffahrt achten. Erstaunlich, wie schnell diese Schiffe unterwegs sind. Der Stadthafen von Willemstad liegt sehr schön, mitten im Ort, dort legten wir an. Dann gingen wir alle zusammen essen. Barbara hatte uns von unterwegs Tische in einem Restaurant reserviert, und wir haben dort sehr gut gegessen. Danach ging es noch auf ein Bier in die Hafenkneipe, ja, und dann trafen wir uns noch auf der "Bees" zum gemütlichen Ausklang des letzten Abends.
Montag hieß es Abschied nehmen. Es ging zurück nach Sint Annaland, bzw. nach Haringvliet für die "Filou" und nach Herkingen für die "Seewind". Die "Diva" - nomen est omen - hatte Probleme mit der Schraube und so blieben wir vorsichtshalber dicht beieinander. Es lief aber alles glatt, und wir konnten an diesem Tag noch einmal die Segel setzen.
Fazit: Das Absegeln war ein tolles Erlebnis und das Leben auf dem Schiff eine ganz neue Erfahrung. Ich fand die Gemeinschaft sehr schön, habe mich sehr wohl gefühlt und habe auch segeltechnisch etwas dazugelernt. Das Wetter war traumhaft, wir hätten nur etwas mehr Wind gebraucht.
Warnung an alle Nachahmer: Achtung! Birgt Suchtgefahr!
Bericht
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